Stadtbericht 2006

01.01.2006

Feat.: Schattenparker kämpfen weiter, Streik im öffentlichen Dienst, diy-Festival ...

Mi 04.01.\ Transparentaktion der Schattenparker: Über 20 Transpis werden\ im Freiburger Stadtgebiet aufgehängt.

Sa 07.01.\ Etwa 30 Wägler und SympathisantInnen brunchen vor dem\ Abschleppunternehmen Bauer, auf dessen Gelände ein Teil der\ beschlagnahmten Wagen stehen, um deren Herausgaben zu erzwingen.

Mi 11.01.\ Den Schattenparkern wird der Zutritt zum öffentlichen\ Jahresempfang im Rathaus verwehrt, deshalb wird vor dem Rathaus eine\ Volxküche veranstaltet.

Fr 13.01.\ Etwa 100 Leute schauen sich vor dem Rathaus Filmaufnahmen von\ den Wagenräumungen und den Protesten an.

So 15.01. - Di 17.01\ Die NPD versucht in Freiburg und Umgebung\ UnterstützerInnenunterschriften für die Landtagswahl zu sammeln. Doch\ antifaschistische Proteste stören sie immer wieder und so\ erreichen sie nicht die erforderliche Anzahl.

Mi 18.01.\ Etwa 2.000 ÄrztInnen demonstrieren in der Innenstadt gegen\ die Bedingungen im Gesundheitswesen. Bei der anschließenden Kundgebung\ in der Stadthalle sind es sogar 3.000.

Do 19.01.\ Die Schattenparker überreichen OB Salomon beim Neujahrsempfang\ der Grünen eine Resolution für einen selbstverwalteten Wagenplatz.

Sa 21.01.\ Etwa 500 Menschen protestieren erneut für die Herausgabe der\ beschlagnahmten Wagen und einen selbstverwalteten Wagenplatz.

Mo 23.01.\ Montagsdemo und kein Ende in Sicht!

Mo 23.01.\ Die Stadtverwaltung scheint den Konflikt mit den\ Schatterparkern weiter eskalieren lassen zu wollen. In einem offiziellen\ Schreiben werden die Wägler aufgefordert, die wenigen Wagen, die noch\ nicht beschlagnahmt sind vom Vauban Gelände zu entfernen. Einige Tage\ später wird dagegen jedoch ein Übergangsplatz in Aussicht gestellt.

Fr 27.01.\ Etwa 30 Menschen demonstrieren ihre Solidarität mit Israel\ und gegen jeden Antisemitismus.

Fr 27.01.\ Mehr als 5.000 Unterschriften für die Einführung eines\ „Freiburg-Passes" für Menschen die unterhalb der Armutsgrenze\ leben werden OB Salomon übergeben. Die etwa 100 ÜberbringerInnen\ pfeifen den Grünen wütend aus, als dieser die Einführung eines\ solchen Passes ablehnt.

Mo 30.01.\ Montagsdemo.

Mo 30.01.\ Etwa 60 Beschäftigte der Victoria Versicherung protestieren\ gegen den drohenden Abbau ihrer Arbeitsplätze. Viele kamen erst nach\ Freiburg, nachdem ihre Arbeitsplätze in Offenburg und\ Villingen-Schwenningen gestrichen wurden.

Sa 04.02.\ Einige Dutzend Menschen demonstrieren für die Freiheit von\ Abdullah Öcalan.

Sa 04.02.\ MilchproduzentInnen zünden im Glottertal große Feuer an, um\ gegen die niedrigen Milchpreise zu protestieren, die kaum mehr die\ Produktionskosten übersteigen.

Sa 04.02.\ In Elzach demonstrieren mehr als 800 ÄrztInnen und\ PatientInnen gegen die herrschende Gesundheitspolitik.

Mo 06.02.\ Schon wieder Montag!

Mo 06.02.\ In Baden-Württemberg beginnt der erste Streik im Öffentlichen\ Dienst seit 14 Jahren. In Freiburg legen etwa 140 Beschäftigte der\ Abfallwirtschaft, der Straßenreinigung und des Tiefbauamtes die Arbeit\ nieder. Protestiert wird gegen den Plan der kommunalen\ „ArbeitgeberInnen" nach Erhöhung der Arbeitszeit auf 40 Stunden und\ Kürzungen bei Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Di 07.02.\ Etwa 120 Auszubildende der Telekom protestieren für ihre\ Übernahme nach der Ausbildung.

Mi 08.02.\ Am dritten Streiktag im öffentlichen Dienst wird klar, dass\ der Streik der Abfallwirtschaft in Freiburg ziemlich ins Leere läuft, da\ die Stadt LeiharbeiterInnen als StreikbrecherInnen einsetzt. Eine\ Blockade des Fahrzeugdepots lehnt der Freiburger ver.di Chef Reiner Geis\ jedoch ab: „Zu meiner Rolle gehört auch aufzupassen, dass der Streik\ nicht eskaliert."

Do 09.02.\ ver.di dehnt den Streik auf „Stadtgrün und Friedhöfe" aus, d.h.\ weitere etwa 100 MitarbeiterInnen sind aufgerufen sich am Streik zu\ beteiligen.

Fr 10.02.\ Zu einer Kundgebung im Rahmen des ver.di Streiks kommen etwa\ 300 TeilnehmerInnen.

Mo 13.02.\ Montagsdemo.

Di 14.02.\ Heute hat der Streik im öffentlichen Dienst die Uni erreicht:\ Deren Beschäftigte protestieren auf einer Kundgebung vor der Uni.

Mi 15.02.\ Das technische Personal der städtischen Bühnen schließen sich\ dem Streik an. Vorstellungen sollen deshalb aber nicht ausfallen.

Do. 16.02.\ In Umkirch treffen sich 20 Anhänger des „Reichspräsidenten"\ Matthes Haug und lauschen seinen faschistischen Thesen.

Sa 18.02.\ Heute Nacht fliegen Farbbeutel gegen die Leiharbeitsfirma,\ die die Streikbrecher für den öffentlichen Dienst stellt.

Mo 20.02.\ Wie immer Montags.

Di 21.02.\ Ver.di gibt sich der Stadt geschlagen und hebt den Streik der\ Müllabfuhr auf. Da die Gewerkschaft schon vorher nichts gegen die\ Streikbrecher unternommen hat, war der Streik der Müllwerker überhaupt\ nicht spüren. Stattdessen weitet ver.di die Streiks nun auch auf\ kleinerer Orte wie Breisach oder Titisee-Neustadt aus. Über die\ „närrischen Tage" setzt ver.di die Streiks allerdings komplett aus.

Mo 27.02.\ Wenigstens auf die MontagsdemonstrantInnen ist Verlass. Und\ das selbst am Rosenmontag!

Mi 01.03.\ Etwa 300 Ärzte der Uniklinik streiken für bessere\ Arbeitsbedingungen.

Mi 01.03.\ Ein erster Erfolg der monatelangen Proteste: Die\ Schattenparker bekommen ihre Wagen zurück und erhalten im Gewerbegebiet\ Haid einen halbjährigen Übergangsplatz. Allerdings müssen sie rund 11.700\ Euro anzahlen (!) um ihre Behausungen wieder zu bekommen.

Mo 06.03.\ Sowas nennt mensch Ausdauer: Montagsdemo.

Fr 10.03.\ Heute wird bekannt, dass die Stadt Streikbrechern eine Prämie\ von 20 Euro pro Tag bezahlt hat. Ver.di spricht von „Skandal". Etwa 600\ Beschäftigte auf einer Kundgebung auf dem Rathausplatz protestieren unter\ anderem dagegen. Vereinzelt wird \"Salomon muss weg!\" gerufen.

Sa 11.03.\ Auch nach dem Erkämpfen des Übergangsplatzes geht es weiter. Heute veranstalten die Schattenparker auf dem Rathausplatz eine Agit-Prop Aktion die von 150 UnterstützerInnen und vielen PassantInnen bejubelt wird.

Mo 13.03.\ Montagsdemo.

Di 14.03.\ Da der Gemeindevollzugsdienst streikt und damit keine „Knöllchen" verteilt werden, ist heute in Freiburg das Parken gratis. Außerdem befinden sich immer noch die städtischen Schulhausmeister und Reinigungskräfte und das Amt für Stadtgrün im Ausstand.

Mi 15.03.\ Heute sind aufgrund des Streiks im Öffentlichen Dienst die Hallenbäder geschlossen.

Do 16.03.\ Beginn des Streiks der Ärzte an der Uniklinik. Ab heute wollen sie jeden Montag, Dienstag und Mittwoch streiken, bis ihre Forderungen nach 30 Prozent mehr Lohn, besseren Arbeitsbedingungen und vollständiger Bezahlung der Überstunden erreicht sind.

Sa 18.03.\ Etwa 60 Menschen beteiligen sich an einer Kundgebung im Rahmen des weltweiten Aktionstages gegen den Irakkrieg.

Mo 20.03.\ Nach dem Scheitern der Schlichtung im Öffentlichen Dienst wird heute wieder im Theater gestreikt.

Mo 20.03.\ Wie jeden Montag.

Mo 20.03. - Mi 22.03.\ Die streikenden Ärzte stehen in der Innenstadt und erläutern ihre Forderungen.

Di 21.03.\ Im Rahmen einer La Banda Vaga Veranstaltung spricht Gerhard Hanloser über die Praxis und Theorie des Linksradikalismus.

Mo 27.03.\ Na ja, Montags halt.

Mi 29.03.\ Im Streik des Öffentlichen Dienstes geht es immer weiter: Heute errichten MitarbeiterInnen des Zentrums für Psychiatrie in Emmendingen 70 Holzkreuze für die KollegInnen, die entlassen werden könnten, sollten sich die „ArbeitgeberInnen" mit ihrer Forderung nach einer 41-Stunden Woche durchsetzen.

Mo 27.03.\ Montagsdemo.

Do 30.03.\ Erste Warnstreiks der aktuellen Tarifrunde in der\ Metallindustrie Freiburgs.

Fr 31.03.\ Etwa 100 MitarbeiterInnen der Stadtgrün streiken.

Mo 03.04.\ Wie jeden Montag.

Sa 01.04.\ Einige hundert KurdInnen demonstrieren aus Solidarität mit den Aufständen in der Türkei.

Di 04.04.\ An der Universität Freiburg wird im Fach Medizin nun auch die Lehre bestreikt. Die studentische Vollversammlung erklärte sich daraufhin mit dem Ärztestreik solidarisch.

Mi 05.04.\ Etwa 500 Ärzte und Studis demonstrieren im Rahmen des Ärztestreiks.

Mi 05.04.\ Ver.di und die Kommunen in Baden Württemberg einigen sich nach neun Wochen Streik auf eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 39 Stunden. Im Konflikt der Landesbeschäftigten geht der Streik aber weiter.

Do 06.04.\ Etwa 100 Menschen protestieren gegen die Räumung des Karlsruher autonomen Wohn- und Kulturzentrums Ex-Steffi.

Fr 07.04.\ Christliche Fundamentalisten demonstrieren gegen Abtreibung.

Mo 10.04.\ Na, Montags halt.

Di 11.04.\ Im Rahmen der Warnstreiks der Metallindustrie tritt die Belegschaft von Micronas in den Ausstand.

Mo 17.04.\ Bei der 87. Montagsdemo geht es um Sozialabbau und Aufrüstung.

Di 19.04.\ Die 400 Beschäftigten der Median Klinik protestieren für das Wiederinkraftsetzen des Manteltarifvertrages.

Do 20.04.\ Der Vater einer siebenköpfigen Roma-Familie, die in den Kosovo abgeschoben werden soll, bekommt Kirchenasyl.

Do 20.04.\ Warnstreiks bei Coca-Cola.

Mo 24.04.\ Montag bleibt Montag.

Di 25.04 - Mi 26.04\ Als Mahnung an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ziehen einige hundert Menschen vom Platz im Wyhler Wald, auf dem ein AKW verhindert wurde, nach Freiburg.

Sa 29.04.\ Etwa 1000 Menschen protestieren zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl für die sofortige Stillegung aller Atomanlagen. Dabei gibt es Proteste gegen Franz Alt, der auf der Kundgebung spricht, da dieser reaktionäre Positionen vertritt.

Mo 01.05.\ Etwa 400 Menschen beteiligen sich an der diesjährigen 1. Mai Demonstration. Auf dem Kundgebungsplatz finden sich etwa 1500 Leute ein, die OB Salomon bei seiner Rede niederbuhen. Grund ist v.a. der geplante Verkauf der städtischen Wohnungen.

Di 02.05.\ Der Mahnweg für das Leben und gegen AKWs geht weiter bis nach Fessenheim.

Mo 08.05.\ Montagsdemo.

Mi 10.05.\ Die Bürgerinitiative L 125 Voraus Schallstadt und Big Norsingen protestiert mit 35 Traktoren, 25 Fahrrädern und 25 Autos vor dem Landratsamt für Änderungen in der Verkehrspolitik ihrer Gemeinden.

Fr 12.05.\ Etwa 700 Ärztinnen und Ärzte demonstrieren.

Mo 15.05.\ Montagsdemo.

Di 16.05.\ Der fast unsichtbare Streik im Öffentlichen Dienst der Länder wird wieder sichtbar. Etwa 50 Beschäftigte der Uni legen die Arbeit nieder.

Di 16.05.\ Ein Student wird vor Gericht wegen des Vorwurfs der Sachbeschädigung während einer Schattenparkerdemo freigesprochen.

Mi 17.05.\ Heute streiken die Angestellten des Studentenwerks und der Zentrums für Psychiatrie in Emmendingen.

Fr 19.05.\ Der Streik im Öffentlichen Dienst der Länder endet nach 14 Wochen mit einer Einigung: Die Arbeitszeit wird im Durchschnitt auf 39,22 Stunden pro Woche angehoben.

Mo 22.05.\ Montagsdemo.

Mo 22.05.\ Die streikenden ÄrztInnen der Uniklinik veranstalten einen 24 Stunden Lauf.

Do 25.05.\ Heute renovieren streikende MedizinerInnen ein Jugendzentrum um ihre soziale Verantwortung zu demonstrieren.

Mo 29.05.\ Montagsdemo.

Do 01.06.\ Fünf vor Zwölf demonstrieren die streikenden Ärzte der Uniklinik in der Innenstadt.

Mo 05.06.\ Montagsdemo.

Mi 07.06.\ Die Ärzte verschärfen ihren Streik: Es werden nur noch Notfall-Patienten behandelt, die nirgendwo anders behandelt werden können. Die Uniklinik wird aber, anders als in Heidelberg, nicht geräumt.

Mo 12.06.\ Montagsdemo.

Mo 12.06.\ Auch die Ärzte des Zentrums für Psychiatrie in Emmendingen protestieren.

Mi 14.06.\ Die streikenden Ärzte spenden Blut.

Fr. 16.06.\ Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Tarifgemeinschaft der Länder einigen sich nach drei Monaten Streik auf einen Tarifvertrag. Dieser sieht u.a. Lohnerhöhungen im zweistelligen Bereich vor. Nun müssen noch die MB-Mitglieder zustimmen.

So 18.06.\ An der traditionellen Tour de Fessenheim gegen das AKW beteiligen sich in diesem Jahr nur etwa 100 AtomkraftgegnerInnen.

Mo 19.06.\ Montagsdemo.

Di 20.06.\ Der Streik der Ärzte an der Freiburger Uni-Klinik ist beendet.

Fr 23.06.\ Die Bürgerinitiative gegen den Verkauf der städtischen Wohnungen übergibt OB Salomon 23.843 Unterschriften für einen Bürgerentscheid gegen den Verkauf. Etwa 150 DemonstrantInnen begleiten die Übergabe.

Sa 24.06.\ Rund 60 Menschen demonstrieren gegen Mobilfunk. Aufgerufen hat die Initiative zum Schutz vor Elektrosmog Südbaden.

Mo 26.06.\ Montagsdemo.

Mi 28.06.\ 300 niedergelassene Freiburger Ärztinnen und Ärzte lassen ihre Praxen geschlossen und demonstrieren stattdessen gegen die zunehmende Bürokratisierung.

Fr 30.06.\ Zwölf Straßenpunks, die in der Vergangenheit mehrfach von ihren Unterkünften geräumt wurden, besetzen eine Fläche neben dem städtischen Wagenplatz „Eselswinkel".

Sa 01.07.\ Zwischen 500 und 800 Menschen demonstrieren in einem Sternmarsch gegen den Verkauf der Stadtbau-Wohnungen.

Mo 03.07.\ Montagsdemo.

Mo 03.07.\ Mehr als 400 studierende protestieren unter dem WM-inspirierten Motto: „Studiengebühren: Let's kick it!"

Mi 05.07.\ 300 MitarbeiterInnen der Litef GmbH streiken zwischen 5 und 9 Uhr im Rahmen der Tarifverhandlungen.

Mo 10.07.\ Vier Deutschlandfans überfallen nach der Halbfinalniederlage gegen Italien eine Pizzeria in Stegen, verletzen den Wirt und demolieren das Mobiliar.

Mo 10.07.\ Montagdemo.

Di 11.07.\ 200 Beschäftigte des Zentrums für Psychiatrie Emmendingen protestieren gegen den Ausstritt des Zentrums aus dem Arbeitgeberverband.

Mo 16.07.\ Jubiläum: Die hundertste Montagsdemo!

Mi 19.07.\ Die Schattenparker demonstrieren für einen neuen Wagenplatz. Denn Ende August endet ihr Vertrag über die Nutzung der Fläche im Gewerbegebiet Haid.

Mi 19.07.\ Etwa 800 Menschen demonstrieren gegen Israel. Dabei werden Fahnen der Hisbollah und Bilder ihres Führers Nasrallah gezeigt.

Do 20.07.\ Erneut demonstrieren 200 Menschen gegen Israel, doch diesmal stellen sich ihnen 20 Israelsolidarische Menschen entgegen.

Do 20.07.\ Die Proteste waren erfolgreich: Die neun landeseigenen Zentren für Psychiatrie, unter ihnen das in Emmendingen, treten nun doch nicht aus dem Arbeitgeberverband aus und die damit verbundenen Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen treten nicht in Kraft.

Fr 21.07.\ Heute verhindert die Polizei, dass sich israelsolidarische DemonstrantInnen der Hisbollah Demo entgegenstellen.

Mo 24.07.\

  1. Montagsdemo.

Mi 26.07.\ Etwa 60 Menschen demonstrieren ihre Solidarität mit Israel.

Mi 26.07.\ Mehrere hundert Menschen aus ganz Europa reisen zum „Do it yourself (diy) Festival against the state" an. Die meisten campieren neben dem Wagenplatz der Schattenparker.

Do 27.07.\ Nachdem die Polizei vor dem autonomen Zentrum KTS einen mutmaßlichen Sprayer festnimmt, eskaliert die Lage. Bei dem Versuch, den Sprayer zu befreien, werden zwei Polizisten verletzt und zwei Streifenwagen beschädigt. Die Beamten umstellen daraufhin die KTS.

Fr 28.07.\ Ein Großeinsatz der Polizei räumt das Camp des diy-Festivals. Dabei werden mehrere Camper verletzt.

Fr. 28.07.\ Etwa 60 Menschen gedenken des vor 20 Jahren in Nicaragua ermordeten Freiburger Kommunisten Berndt Koberstein.

Sa 29.07.\ Mahnwache des Friedensforums gegen den Krieg im Nahen Osten.

Sa 29.07.\ Der öffentliche Höhepunkt des diy-Festivals, eine reclaim the streets Party in der Innenstadt, wird von der Polizei unterdrückt: Fast 400 Menschen werden für Stunden eingekesselt, 27 werden in Gewahrsam genommen, mehrere von der Polizei verletzt. Abends wird der Wagenplatz der Schattenparker abgeriegelt.

So 30.07.\ Proteste gegen die Polizeieinsätze der letzten Tage werden von der Staatsgewalt unterdrückt.

Mo 31.07.\ Wie immer Montags.

Mo 31.07.\ Gegen geplante Stellenstreichungen bei der Allianz protestieren auch in Freiburg die Beschäftigten.

Di 01.08.\ In den frühen Morgenstunden räumt die Polizei das von den sog. Straßenpunks besetzte Gelände am Eselswinkel, daraufhin protestieren diese den ganzen Tag vor dem Rathaus.

Mi 04.08.\ Etwa 30 Beschäftigte der Victoria Versicherung protestieren auf der Dreisam gegen den drohenden Jobverlust.

Mi 04.08.\ Etwa 600 bis 700 Menschen aus dem Libanon protestieren gegen den Krieg. Erneut werden NS-relativierende und rechtsextremistische Schriften verteilt.

Sa 05.08.\ Mahnwache zum Gedenken an den Atombombenabwurf auf Hiroshima und als Protest gegen den Libanon-Krieg.

Sa 05.08.\ Antirepressionsdemo gegen die Ereignisse der letzten Tage in Freiburg. Trotz starker Polizeipräsenz können die 400 TeilnehmerInnen friedlich protestieren.

Mo 07.08.\ Auf der 103. Freiburger Montagsdemo geht es dieses Mal um Kinderarmut in Deutschland.

Mo 14.08.\ Dieses Mal geht es gegen die „Schikanen gegen Erwerbslose".

Mo 21.08.\

  1. Montagsdemo.

Mo 21.08.\ Aktion der Schattenparker gegen die Pläne der Stadt sie auf den Eselswinkel zu verlegen.

Mi 23.08.\ Etwa 60 MitarbeiterInnen der Klinik für Tumorbiologie protestieren gegen den seit 19 Monaten andauernden tariflosen Zustand.

Sa 26.08.\ Etwa 200 KurdInnen demonstrieren gegen ihre Kriminalisierung in der Bundesrepublik.

Mo 28.08.\ Montagsdemo.

Mi 30.08.\ Erneuter Warnstreik an der Klinik für Tumorbiologie.

Fr 01.09.\ An der Kundgebung zum Antikriegstag beteiligen sich gerade mal 50 Menschen.

Fr 01.09.\ Schattenparkeraktionstag mit Radioballett, Open Air Kino uvm.

Mo 04.09.\ Montagsdemo zum Thema „Urlaub mit ALGII?"

So 10.09.\ Neuer Wagenplatz für die Schattenparker: Da dieser aber durch eine Straße zweigeteilt ist, sehen ihn die Bewohner nur als Übergangslösung an.

Mo 11.09.\ Montagsdemo zu „Sozialabbau und der Milliarden-Überschuss der Bundesagentur für Arbeit.

Mo 18.09.\ Heute geht es bei der Montagsdemo um den „Sozialabbau und die Privatisierung der Deutschen Bahn".

Fr 22.09.\ Niedergelassene Ärzte in Südbaden schließen heute ihre Praxen um gegen die Praxisreform zu protestieren.

Mo 25.09.\ Montagsdemo.

Mo 25.09.\ Das Kirchenasyl für eine von Abschiebung bedrohte Familie aus Serbien ist ausgesetzt, da sich die Härtefallkommission in Stuttgart erneut mit ihrem Fall beschäftigt.

Do 28.09.\ Ein Vertreter der Gruppe „Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft" referiert bei einer Veranstaltung von La Banda Vaga über den Operaismus. Anschließend spielt der „Geiger-Zähler".

Mo 02.10.\ Wie immer: Montagsdemo.

Sa 07.10.\ Im Rahmen eines europaweiten Aktionstages gegen die Festung Europa demonstrieren auch in Freiburg mehr als 200 Menschen für Flüchtlinge und gegen staatlichen Rassismus.

Mo 09.10.\ Montagsdemo.

Mo 09.10.\ Etwa 100 Beschäftigte der Stadtbau demonstrieren gegen den drohenden Verkauf der städtischen Wohnungen und gegen einen internen Erlass, der den Mitarbeitern Kritik daran verbietet.

Mo 16.10.\ Wie immer Montags.

Fr 20.10.\ Rund 250 Beschäftigte des Herboldsheimer Krankenhauses und BewohnerInnen der Stadt demonstrieren gegen die Schließung der Klinik.

So 22.10.\ Gedenken an die Deportation der badischen Jüdinnen und Juden vor 66 Jahren ins Konzentrationslager Gurs am Mahnmal auf der Wiwili-Brücke.

Mo 23.10.\ Montags eben.

Mo 23.10.\ 120 MitarbeiterInnen von T-Systems streiken für bessere Tarifbedingungen.

Di 24.10.\ Etwa 100 schwarz gekleidete Beschäftigte der Stadtbau ziehen in einem „Trauerzug" durch die Stadt, um gegen den geplanten Verkauf zu protestieren.

Mo 30.10.\ Montagsdemo.

Sa 04.11.\ Erneute Demo gegen den Verkauf der Stadtbau. Etwa 400 Menschen beteiligen sich.

Sa 04.11.\ TierrechtlerInnen protestieren gegen die Hubertusmesse im Münster.

Mo 06.11.\

  1. Montagsdemo gegen den „gläsernen Hartz IV Betroffenen".

Do 09.11 - Fr 10.11.\ Zweitägiger Streik der Allianzbeschäftigten gegen den geplanten Stellenabbau des Konzerns. Auch 30 MitarbeiterInnen in Freiburg beteiligen sich.

Do 09.11.\ Jährliches Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht. Dieses Jahr nehmen ca. 350 Menschen teil.

Do 09.11.\ Nachdem die sog. „Straßenpunks" drei mal an einem Tag von der Polizei kontrolliert wurden, besetzten sie den Container der Bürgerinitiative gegen den Wohnungsverkauf und befestigen dort ein Transparent „Gegen Vertreibung". Die Polizei nimmt vier Punks in Gewahrsam und erteilt den übrigen einen Platzverweis.

So 12.11.\ Beim Bürgerentscheid über den Verkauf der Stadtbau erlebt OB Salomon eine verheerende Niederlage: Mehr als 70 % der Teilnehmenden stimmen gegen den Verkauf. Da das vorgeschriebene Quorum von 25 % der Wahlbeteiligten mit 39,9 % deutlich überschritten wird, ist dies der erste erfolgreiche Bürgerentscheid in Freiburg.

Mo 13.11.\ Montagsdemo.

Do 16.11.\ Die Straßenpunks protestieren in der Sitzung des Sozialausschusses des Gemeinderates gegen die fortwährende Vertreibungspolitik der Stadt.

Fr 17.11.- Sa 18.11.\ 2-Tägige Sleep out Aktion von antirassistischen Gruppen gegen die Beschlüsse der Innenministerkonferenz zur Bleiberechtregelung.

Mo 20.11.\ Montagsdemo.

Mi 22.11.\ MitarbeiterInnen der Volksfürsorge-Vertriebsdirektion Freiburg demonstrieren gegen geplante Stellenstreichungen.

Mo 27.11.\ Montagsdemo.

Do 30.11.\ Im Rahmen eines "Gobal Action Day for Education" demonstrieren auch in Freiburg etwa 80 Studierende gegen Bildungsklau.

Sa 02.12.\ Zum Jahrestag der Räumung der Schattenparker werden an ihrem alten Platz die Leitplanken, die die Stadt zur Vrsorge vor neuen Besetzungen installiert hat, von autonomen HandwerkerInnen abmontiert.

Mo 04.12.\ Aus Protest gegen die Gesundheitsreform bleiben heute viele Arztpraxen in der Region geschlossen.

Mo 04.12.\ Montagsdemo.

Mo 11.12.\ Montagsdemo.

Sa 16.12.\ Etwa 150 Menschen beteiligen sich an der dritten vorweihnachtlichen Anti-Repressionsdemo. Dieses Mal geht es gegen die Vertreibung der Straßenpunks aus der Innenstadt. Die eingesetzten Ordnungshüter belegen die Notwendigkeit solcher Demonstrationen, denn es drei DemonstrantInnen festgenommen, 77 Platzverweise erteilt und etliche Personen von prügelnden Polizisten verletzt. Trotzdem kann eine Demonstration durchgesetzt werden.

Mo 18.12.\ Wie jeden Montag.

Sa 23.12.\ Als Reaktion auf die Repression gegen die Anti-Repressionsdemo von letztem Samstag wird für diesen Samstag erneut zu einer Aktion aufgerufen. Allerdings nur zum Schein um die riesige Polizeipräsenz vorzuführen. Dies gelingt auch und starke Polizeikräfte verteilen in der Innenstadt zwanzig Platzverweise gegen ihnen nicht genehme Personen.

Fr 29.12.\ 500 Menschen demonstrieren in Bad Krozingen gegen die Pläne der Bahn zwei neue Gleise zu bauen und dabei nicht auf die AnwohnerInnen rücksicht zu nehmen.